Pünktlichkeit ist keine Zier

Pünktlichkeit ist nur etwas für Unterbeschäftigte?
Mitnichten!
Entgegen der unausgesprochenen Auffassung vieler „Bummelkönige“ bringt man durch Unpünktlichkeit nicht im Geringsten zum Ausdruck, dass man wichtig ist.
Ganz im Gegenteil!
Unpünktlichkeit ist meiner Ansicht nach ein Zeichen mangelnder Wertschätzung den anderen Teilnehmern und dem Inhalt eines Meetings gegenüber.
Zudem zeugt es oftmals von viel schleunigst noch zu hebendem Potential in Sachen Selbstorganisation.

Pünktlichkeit kann man sich angewöhnen

Ich selbst habe dieses Verhalten leider viel zu oft an den Tag gelegt, habe es mir aber vor einigen Jahren als Vorsatz für das neue Jahr auferlegt und ziemlich abgewöhnt. Sollte es doch einmal zu einer Verspätung meinerseits kommen, so informiere ich die Teilnehmer so frühzeitig wie möglich.

Auch bei dicht aufeinander folgenden Terminen versuche ich entweder einen zeitlichen Puffer einzuplanen oder informiere den Organisator schon bei der Zusage (mit Vorbehalt) darüber, dass ich aufgrund des Vortermins eventuell erst etwas später kommen kann. So hat er die Wahl, den Termin zu verschieben oder die Inhalte entsprechend darauf abzustimmen und kann auch die übrigen Teilnehmer direkt darüber informieren.
Man selbst hat ja auch genug zu tun und möchte nicht warten gelassen werden. Das sollte man immer im Hinterkopf behalten und auch sein eigenes Verhalten regelmäßig reflektieren.

Kalorienbömbchen sprengen so manchen Unmut

Wenn ich mich Mal deutlich verspätet oder gar einen Termin „verschwitzt“ habe und mich in einem Folgetermin erneut mit demselben Teilnehmerkreis treffe, bringe ich oft auch einfach eine Kleinigkeit mit (etwas Gebäck oder kleine Snacks). Als kleine Wiedergutmachung und um zu zeigen, dass ich die Teilnehmer wertschätze und um Verzeihung bitte. Auch wenn es dann meistens heißt, es wäre doch nicht nötig gewesen, so merke ich doch, dass die aufrichtige Entschuldigung auch langfristig „hängenbleibt“ und positiv aufgenommen wird.
Also nicht nur die Kalorienbömbchen, sondern vor allem die Geste! 😉

Das Beste ist natürlich, es gar nicht erst soweit kommen zu lassen.

So klappt’s auch mit dem Termin

Hier ein paar Anregungen, die mir persönlich dabei helfen:

  • Keine Telefonate kurz vor dem Termin
    Gehen Sie doch dran, ist eine Verspätung schon vorprogrammiert.
    Der Weg zum Meeting gehört zum Termin und somit hat dieser bereits begonnen. Niemand kann Ihnen daraus einen Vorwurf machen. Es bedarf lediglich ein wenig Disziplin und Konsequenz.
    Ich wollte es immer allen recht machen und habe erst mit der Zeit gelernt, dass ich mit diesem Verhalten nicht wirklich dazu beitrage. Denn der Anrufer wird ja schon gestresst empfangen und nicht mit der nötigen Aufmerksamkeit bedacht, die man ihm gerne gäbe, da man die ganze Zeit nur diese im Blick hat und hofft, dass man noch pünktlich kommt.

 

  • Frühzeitige Anreise
    Ich muss häufig zu unterschiedlich weit entfernten Räumlichkeiten für meine Termine. Maximal benötige ich jedoch zu Fuß ca. 15 Minuten. Also habe ich mir angewöhnt, mich immer mindestens 15 Minuten vor dem Termin auf den Weg zu machen. Im schlimmsten Fall bin ich so ein paar Minuten zu früh vor Ort und kann mich noch auf den Termin einstimmen.

 

  • Keine neuen Aufgaben vor dem Termin
    Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie eine Aufgabe noch vor Ihrem nächsten Termin (inkl. Anreise) erledigen können, dann lassen Sie es lieber oder planen bewusst eine Unterbrechung für den Termin ein.
    Mir kam häufig mein innerer Antrieb in die Quere, eine Aufgabe auf jeden Fall noch abzuschließen, bevor ich meinen Platz verließ.
    Die allermeisten Aufgaben waren aber nach dem Termin immer noch da und nicht weggelaufen. 😉
    Probieren Sie es doch einfach einmal aus!

 

  • Vorbereitungszeit statt anderer Aufgaben
    Haben Sie einen aktiven Part im bevorstehenden Meeting oder haben Sie gar eine Agenda erhalten, lohnt es sich, damit die Zeit vor dem Termin zu verbringen und sich vorzubereiten. So sind Sie bestens vorbereitet und können sich entspannter in den Termin begeben.

 

  • Der Termin vor dem Termin für den Termin
    Oftmals hilft es auch, sich einen Vorbereitungstermin in den eigenen Kalender einzutragen. So können Sie sich und andere, die auf Ihren Kalender zugreifen können, klar verdeutlichen, dass Sie in dieser Zeit nicht verfügbar sind und können sich gezielt auf den Termin vorbereiten.

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